Biographie

Camila Ribero-Souza ist in São Paulo, Brasilien, geboren, wo sie bei Jocelyne Gallo, Edilson Costa und Luiz Tenaglia Gesang studiert und an der Fakultät Santa Marcelina ihren Bachelorabschluss in Operngesang erworben hat. Außerdem hat sie den von der Associação Alumni (São Paulo - Brasilien) angebotenen Dolmetsch- und Übersetzungskurs technischer und literarischer Texte mit Diplomabschluss absolviert, sie spricht fließend Portugiesisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Deutsch, in spanischer Sprache hat sie sehr gute Kenntnisse. Dank eines Stipendiums des 'Levenshulme Trust' konnte sie sich am Royal Northern College of Music (Manchester) unter der Leitung von Thomas Schulze weiterbilden, wo es ihr das Diplom Master of Music in Solo Performance mit besonderer Auszeichnung verliehen wurde. Sie war Mitglied des ehemahliges Netherland Opera Studio während der Saison 2009/2010. Bis 2013 war sie von Ian Storey sängerisch betreut, und jetzt befindet sich unter der sängerische Betreung der amerikanische drammatische Sopran Nadine Secunde. Ich Februar 2018 verabschiedet sie sich vom Meininger Staatstheater Ensemble, wo sie seit März 2011 als festes Mitglied gearbeitet hat, und tritt das Deutschen Nationaltheater Weimar Ensemble ein, als Jugelindlich-drammatischer Sopran.

Am Anfang ihrer Karriere in Brasilien hat sie die Serpina in Pergolesis La Serva Padrona und Bastienne in Mozarts Bastien und Bastienne, beide live übertragen von Radio Cultura FM, sowie Flaminia in der brasilianischen Erstaufführung von Haydns Il Mondo della Luna und Pique in O Chá de Alice (musikalische Komödie basierend auf Lewis Caroll). Außerdem sang sie Blonde in Die Entführung aus dem Serail (Mozart), Frühling, Erste Fee und Mistery in The Fairy Queen (Purcell), Elena in Il Capello di Paglia di Firenze (N. Rota), Schleppträgerin in Elektra (R. Strauss). In Manchester hat sie noch als Studentin die Titelrolle in Káta Kabanová (Janacek) und Mimi in La Bohème (Puccini), in London (mit der British Youth Opera) gesungen.

Sie hat ihr deutsches und europäisches Debüt als Irene in Rienzi (Wagner) in Meiningen gemacht, wo Baronin Freimann in Der Wildschütz (Lortzing) in Meiningen und Eisenach, Gräfin Almaviva in Le Nozze di Figaro (Mozart) in Meiningen, Eisenach, Rudolstadt/Nordhausen, Bayreuth und Hof (beide in Italienisch und Deutsch), Mariana in Das Liebesverbot (Wagner) in Meiningen, Sylva Varescu in Die Csárdásfürstin (Kálmán) in Meiningen, Eisenach, Görlitz-Zittau und Pforzheim, Amelia in Un Ballo in Maschera (Verdi) in Meiningen, Pforzheim und Radebeul am Dresden, Female Chorus in The Rape of Lucretia (Britten) in Meiningen und Eisenach, Azhar in der Deutsche Premiere des Kasaches Oper Abai (A.K.Schubanow & L.A.Hamidi) in Meiningen, Erste Dame in Die Zauberflöte (Mozart) in Meiningen und Eisenach, Elisabeth in Tannhäuser (Wagner) auf der Wartburg Schloss, Feldmarschallin in Der Rosenkavalier (R. Strauss), La Ciesca in Gianni Schicchi (Puccini) in Meiningen, Eisenach und Ingolstadt, die Titel-rolle in Katja Kabanova in Meiningen und Krefeld, Rosalinde in Die Fledermaus in Meiningen, Eisenach und am Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Mutter Gertrude in Hänsel und Gretel, Gräfin Madeleine in Capriccio, die Titel-rolle in Gräfin Mariza in Meiningen und Eisenach, Eva in Die Meistersinger von Nürnberg, Giulietta in Hoffmanns Erzählungen und Elena in die Uraufführung der Anya 17 (Gorb/Kaye). Im Konzertbereich hat Camila Ribero-Souza Bachs Matthäuspassion und die Kantate Gelobet sei der Herr, mein Gott BWV 129, Vivaldis Beatus Vir, In Furore Iustissimae Irae und Gloria, Poulencs Gloria, Villa-Lobos Bachianas Brasileiras no. 5, Ravels Shèhèrazade, Wagners Wesendonk Lieder, die Mezzosopranistin-Solistin in A. Goehrs Sing, Ariel (in der Wigmore Hall, London), Debussys La Demoiselle Éllue, Beethovens Neunte Sinfonie, Verdis Messa da Requiem und Lieder von R. Strauss, Wagner, Brahms, Mahler, Grieg, Tschaikovsky, Korsakov, Glinka und Rachmaninoff interpretiert. Sie hat mit die Dirigenten Emiliano Patarra, Hadrian Avila Arzuza, Roberto Minczuk, John Neschling, Clark Rundell, Robert Houssart, Matthew Coorey, Mark Heron, Tom Hammond, Philippe Bach, Alexander Steinitz, Elisa Gogou, Alan Buribayev, Leo McFall, Arturo Alvarado, Chin Chao Lin und Michael Helmrath gearbeitet, und hat auch in die Eröffnungs Konzert des Astana New Opera House (Astana, Kazhakhstan) als Gast-Sopransolo gesungen, untem baton Mo. Alan Buribayevs.

Sie hat Meisterkurse bei Neyde Thomas (Brasilien), Rio Novello (Italien), Regina Elena Mesquita (Brasilien), Virginia Zeani (Rumänien - USA), Ian Storey (GB), Heidi Grant Murphy (USA), Nathalie Stutzmann (Frankreich), Rita Contino (Uruguay), Mara Zampieri (Italien), Sir Thomas Allen (GB), Dennis O'Neill (GB) und Dame Kiri Te Kanawa (GB - Neuseeland) besucht und war Finalistin des 4. und 6. Concurso Brasileiro de Canto Maria Callas und des Elizabeth Harwood Memorial Award for Singers.

Sie war vor kürzerer Zeit mit dem Ulrich-Burkhardt-Förderpreis für junge Künstler 2013 in Meiningen, Deutschland, ausgezeichnet.

In Oktober 2014 ist sie in die Fachzeitschrift OPERNWELT von Tom Sutcliffe (Opera Now, New Directions; London) als Sängerin des Jahres für ihre Leistung als Marschallin in Richard Strauss' Der Rosenkavalier nominiert worden.

Ihre zukünftige Engagements beinhalten ihr Debüt in der Titel-rolle Tosca am Meininger Staatstheater in September 2017 sowie Wiederaufnahmen als Gräfin Mariza und Elisabeth. Ihr Début am Deutschen Nationaltheater Weimar wird in April 2018 als Elisabeth in Tannhäuser stattfinden, von Amelia in Un Ballo in Maschera in Juni 2018 verfolgt.

Camila Ribero-Souza

Porträt von Sebastian Stolz